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Vitaminbombe: Eine Woche nur Saft

Wenn dich der erste Schluck in ein Meer voller Vitamine eintauchen lässt und du es meidest deine Mitmenschen beim Essen zu beobachten, dann hat eindeutig deine „Cleanse-Kur“ begonnen.

Kein Essen, kein Nikotin, kein Koffein und schon gar kein Alkohol! – Wer denkt dazu sein Leben ändern zu müssen, liegt damit auch vollkommen richtig. Eine Challenge für Körper und Geist – „Pfff easy!“. Nach meinen alljährlichen Jahresvorsätzen, steht auch dieses Jahr wieder meine einwöchige Entgiftungskur an und ich kann es kaum erwarten! 😉

„Saft statt Essen“

„Mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag! – Verrückt wer hat dafür schon Zeit? – Ich hab auch noch ein Leben!“, spreche ich vor mich hin als ich das erste Mal von Saftfasten gelesen habe. „Detox, Entgiftungskur, Cleanse“ – lauter Ausdrücke bei denen sich mein Gehirn sofort ausgeklinkt hat sobald mir jemand über die tollen Vorteile davon erzählen wollte. – Trotzdem hat mich das Thema über Jahre verfolgt. Jeder spricht und schreibt darüber, also was steckt nun wirklich dahinter?

Nach unzähligen Dokus, wo durch längeres Saftfasten sogar Krankheiten geheilt wurden, war ich motiviert mich auch für ein paar Tage von frischgepressten Säften zu ernähren.  „So schwer kann es doch nicht sein. Eine Woche Saft und viel Schlaf klingt doch eigentlich nicht anstrengend?“, erzählte ich noch voller Motivation und Vorfreude meiner besten Freundin, die mir einen schockierten Blick mit geöffneten Mund zu warf.

Egal, es geht hierbei doch auch um eine Kopfsache. – Das ganze Leben besteht aus Challenges, also bekomme ich die eine Woche auch rum. In meiner Vorbereitungszeit auf die Kur, bestehend aus viel Rohkost und Smoothies. – Mhm lecker!  –  gab es schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Woche meines Lebens.

Hochmut kommt vor dem Fall

Nach dem ersten Tag frisch gezapften Saft konnte ich mich vor lauter Vorfreude gar nicht entscheiden welche Geschmacksrichtung ich wohl für mein Abendessen wählen werde.

Nach Tag drei fühlte ich mich frisch und wach, doch der Duft nach Essen in der Mittagszeit im Büro war unwiderstehlich: Ich flüsterte meiner Kollegin neben mir zu ob sie mir denn nicht auch ein Stück ihres Apfels oder sogar des leckeren Streuselkuchens unter einem Blatt Papier heimlich zu mir rüberschieben könnte. – Doch sie wusste von meinem Experiment. Keine Chance!

Tag fünf startete mit einem energischen knurren meines Magens, als ich mich voller Freude im Spiegel betrachtete. Leider musste ich feststellen, dass sich einige Mitesser über Nacht gebildet haben. – Einer dieser angeblich „tollen“ Nebeneffekte der „Cleanse“: Schlaue Köpfe behaupten die Haut, als eines unser größten Entgiftungsorgane, reinigt sich normal von selbst und muss in der Zeit der Entgiftung alle aufgestauten Giftstoffe loswerden.

Nachdem ich festgestellt habe, seit Tag eins meine tägliche Dosis an Saft unbewusst immer mehr verringert zu haben, beschließe ich gleich einen vollen Krug grünen Saft herzustellen. – Der Geschmack von Grünkohl mit Gurke und Zitrone ist eindeutig unwiderstehlich herrlich, gesund! 😉 – Doch der Gedanke nur noch zwei Tage vor mir zu haben, lässt mich gleich das ganze Glas aufeinmal runter kippen.

Letzter Tag: In meinem Kopf dreht sich alles nur noch um Essen. Ich überlege mir was ich wohl als erstes wieder essen werde. Pizza? – Nein, meine Lust auf Äpfel oder Birnen hält sich kaum noch in Grenzen. – Verwunderlich, da ich doch nun genug Saft aus Obst hatte. Doch ein besseres Gefühl als in einen frischen Apfel zu beißen könnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht verspüren. Mit viel Stolz und einem richtig tollen Gefühl die Challenge bewältigt zu haben, beschließe ich halbjährlich die Kur umzusetzen. Denn das Gefühl gute Vorsätze tatsächlich verwirklicht zu haben ist unübertrefflich.

Mit einem Lächeln auf den Lippen lege ich mich abends in mein warmes Bett und kann kaum erwarten den nächsten Tag mit frischem Obst zwischen meinen Zähne zu starten. – Prost!

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Mehr Infos oder Rezepte für die Vorbereitung und die richtige Umsetzung einer „Cleanse“ findest du auch unter meiner Kategorie Rawfood

 

 

 

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8 Comments

  1. Sandrita

    15. März 2017 at 12:08

    Ich persönlich habe noch nie eine solche Kur gemacht, aber ich bewundere immer alle, die es aushalten!!! Ich bin auch ein Mensch, der den ganzen Tag essen könnte. Wenn ich allerdings die Chance hätte, würde ich mich definitiv auch an einer Kur probieren! 🙂
    Ich hoffe jedenfalls, dass du mit der Kur deinem Körper nur Gutes getan hast – aber davon gehe ich aus. Irgendwie bekomme ich jetzt schon Appetit auf diese Säfte hihi 🙂

    Hab einen tollen Tag! <3

    Liebe Grüße,
    Sandra von https://sandritasol.blog <3

    1. Theresa Höbart

      15. März 2017 at 12:22

      Liebe Sandra,

      danke für dein Kommentar. Ja, man braucht jede menge Durchhaltevermögen aber es macht auch richtig Spaß herauszufinden was deine Grenzen sind. 🙂

  2. Nadine

    15. März 2017 at 18:27

    Oh! Ich habe vor Jahren etwas ähnliches gemacht. Es war so hart! Allerdings war das nicht mit Saft, sondern Brühe. Vielleicht ist das der Anstoß, es mal mit Saft zu probieren.
    Kudos fürs Durchhalten 😄👍🏻👍🏻
    Liebe Grüße
    Nadine

    1. Theresa Höbart

      16. März 2017 at 9:53

      Liebe Nadine,
      danke für dein Kommentar. 🙂 Mit Brühe könnte ich mir das noch weniger vorstellen. Probier es doch mal mit Säfte dann bekommt dein Körper auch ganz neue Energie und eine Explosion von Mikronährstoffen 😀

      Theresa <3

  3. Vanessa V.

    17. März 2017 at 15:04

    Wow, ich glaube ich könnte das nie durchziehen.. Mal sehen, vllt. probiere ich es auch eines Tages aus! Deine Bilder sind echt schön geworden!! 🙂

    Lg, Vanessa 🙂

    1. Theresa Höbart

      20. März 2017 at 10:12

      Danke für deine Komplimente 🙂 – ja probier es doch einfach mal aus!

      Theresa <3

  4. Stefanie

    19. März 2017 at 17:40

    Toller Beitrag! Ich selber habe auch schon einmal eine Saftkur ausprobiert aber nach zwei Tagen ganz ohne essen werde ich leider mehr und mehr unausstehlich 😀 Aber Hut ab vor dem Durchhaltevermögen! Ganz liebe Grüße Steffi

    1. Theresa Höbart

      20. März 2017 at 10:11

      Danke für dein liebes Kommentar 🙂
      Theresa <3

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