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10 Fragen an die Fashiondesignerin Andrea Kerber

Die 22-jährige Jungdesignerin Andrea Kerber mit Tiroler Wurzeln, gründetet Anfang April 2016 das Streetwear Modelabel VIS A VIS und eröffnete zeitgleich ihren eigenen Showroom in Wien. Im September 2016 präsentierte sie ihre erste Kollektion auf der Vienna Fashion Week und zählt damit zu den Newcomern in der Modeszene Wien. Ich habe Sie im Herbst hinter den Kulissen getroffen und ihr 10 Fragen gestellt:

  1. Wie kam es zu dem Namen deines Labels Vis a Vis?

Der Name hat sich im Prozess meiner Arbeit entwickelt: „Vis a Vis“ spielt mit den Gegensätzen, das Urbane aber auch Streetwear mit einem edlen Touch vereinen sich in den Designs zusammen. Das coole ist, diese Gegensätze stehen sich gegenüber und daher war der Name „Vis a Vis“ auch sehr passend und leicht zu merken.

  1. Hast du ein großes Team das dich unterstützt?

Jetzt vor der Fashion Week haben mich einige Leute beim Nähen und der Organisation unterstützt. Ansonsten arbeite ich momentan sieben Tage die Woche alleine an meinen Kollektionen. Aber auch um das Marketing kümmere ich mich selbst. – Es macht mir wirklich sehr viel Spaß! 🙂

  1. Hast du schon immer gewusst, dass du Designerin werden möchtest?

Komischerweise ja, weil niemand aus meiner Familie macht das. Ich nähe meine eigenen Kollektionen schon seitdem ich 15 Jahre alt bin.

  1. Deine Inspiration?

Ich höre viel Hip Hop Musik. Wenn ich auf die Straße rausgehe sehe ich viele Eindrücke, die sich in meinem Kopf sammeln. – Inspiration habe ich einfach immer.

  1. Hat sich dein Kaufkonsum verändert seitdem du begonnen hast deine eigenen Sachen zu nähen?

Meistens habe ich etwas im Kopf was ich haben möchte und dann finde ich es einfach nicht. Aber ich denke das kennt jeder oder? „- lacht -“ – Und dann habe ich es mir eben selbst genäht und somit hat sich das Einkaufen für mich erledigt. Nach meiner Gründung von VIS A VIS trage ich nur mehr meine eigene Kleidung. 

  1. Wie denkst du über Fair Fashion?

Die Idee finde ich gut, mir fehlt manchmal bei den Designs einfach etwas. Ich bin aufjedenfall davon überzeugt, dass nachhaltige Mode der richtige Ansatz ist, weil Fast Fashion ist für mich sowieso nichts, deswegen fertige ich auch nur Einzelstücke je nach Bestellung an.

  1. Wie siehst du die Mode in 50 Jahren?

Ich könnte mir gut vorstellen einfach ca. 50 Lieblingsstücke zu haben die leicht kombinierbar sind. Nicht Massenkonsum zu unterstützen – sondern so wie das früher war: Meine Oma hatte fünf bis sieben teure Stücke und die hat Sie einfach immer anders kombiniert. Zum Beispiel eine coole Jacke immer wieder anders zu tragen damit sie aber trotzdem als „It-Piece“ im Vordergrund steht.

  1. Was möchtest du in deinem Leben unbedingt noch erleben?

Nach New York City zu reisen, aber das lässt sich glaub ich leicht umsetzten. „-lacht-“ Mein momentaner Traum an dem ich arbeite ist ein eigener Store, das dauert vielleicht noch ein paar Jahre.

  1. Hast du Vorbilder?

Ich habe kein konkretes Vorbild, aber ich habe vor kurzem einen Vortrag von Uschi Fellner gehört. Die hat mir ziemlich imponiert, eine richtige „Powerwoman“. – Ich bin auch selbst so ein Macher, ich arbeite extrem gerne und bin eigentlich immer rastlos. Freunde von mir machen jetzt ein „chillout Jahr“, das könnte ich gar nicht!

  1. Eine letzte Frage: Hast du noch einen Tipp wie man am besten seinen Kleiderschrank nachhaltig gestaltet?

Ich kann nur von mir selbst reden, wenn mir etwas wirklich gut gefällt dann ziehe ich das 5 Jahre lang an. Ich gehe nur selten einkaufen aber wenn mir etwas im Laden gut gefällt, dann kaufe ich mir das und behalte es auch richtig lange. Ich habe kein Stück was ich nur einmal getragen habe und dann nie wieder!

Hier geht’s zum Onlineshop von Vis a Vis

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3 Comments

  1. Leni Gruber

    13. Februar 2017 at 18:38

    SUPER interessanter Blogpost!

    1. Theresa Höbart

      13. Februar 2017 at 18:39

      Danke dir, freut mich :)!

      Theresa <3

  2. Carolina Vanesa

    10. März 2017 at 15:43

    damn girl <3 u have a new lil fun 🙂

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